AUGENBLICKE

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Oberschwaben hat seine Geschichte und seine Gegenwart, seine Schattenseiten und seine Glanzlichter, seine großen Köpfe und seine kleinen Leute. Und es hat Rupert Leser, der all die Facetten dieses Landstrichs einzufangen wusste, mit einem unverwechselbaren Gespür für Situationen und Stimmungen, getragen aber vor allem von einer ganz tief sitzenden Liebe zu seiner Heimat. Er war eben nicht nur Berufsfotograf, sondern auch Berufsoberschwabe.

Aber das engte den Vielgeehrten keineswegs ein. Als Bildberichter reiste er von 1962 bis 1997 durch die ganze Welt, allein zwölf Mal zu Olympischen Spielen, und kaum ein Großereignis, ob Katholikentag oder Leipziger Messe zu DDR-Zeiten, ob Papstbesuch oder Fall der Mauer in Berlin, zu dem ihn seine „Schwäbische Zeitung“ nicht geschickt hätte.

Kurz nach dem 80. Geburtstag haben ehemalige Kollegen – Gerhard Liebel, Klaus Nachbaur, Rolf Schneider, Michael Schnieber, Rolf Waldvogel und nicht zuletzt der einstige SZ-Volontär Frank Plasberg – einen Bildband besorgt, der Lesers grandioses Fotoschaffen ins Blickfeld rückt.