Biographie

  • Rupert Leser wird am 29. Dezember 1933 in Bad Waldsee
    geboren.
  • Nach der Volksschule absolviert er ab 1949 in der Druckerei
    Liebel in Bad Waldsee eine Schriftsetzer-Lehre und wird
    anschließend in eine Anstellung übernommen.
  • Mit 20 Jahren ersteht er seine erste Kamera – eine Rolleicord
    Vb für 328 DM.
  • In seiner Freizeit ist er ein leidenschaftlicher Turner.
    1953 nimmt er als Geräteturner am Deutschen Turnfest in
    Hamburg teil. Gleichzeitig ist er dort als akkreditierter Fotograf
    für den Schwäbischen Turnerbund tätig.
  • Von 1956–1962 arbeitet Rupert Leser als Schriftsetzer in
    verschiedenen Druckereien in Böblingen und Stuttgart,
    berufsbegleitend besucht er die Höhere Fachhochschule
    für das Graphische Gewerbe in Stuttgart.
  • Für das Turnblatt aus Schwaben liefert Rupert Leser
    regelmäßig Sportfotos. Mit dem Bild von der Gymnestrada
    gelang ihm der Durchbruch – die Stuttgarter Zeitung druckt
    sein Bild am 28. Juli 1961 auf der Titelseite ab. Das Foto wird
    später als bestes Sport-Feuilleton-Bild ausgezeichnet.
  • Im Frühjahr 1962 unternimmt Rupert Leser eine mehrmonatige
    Studienreise nach Jordanien, Israel und den Libanon.
  • Ende Mai 1962 tritt er seine Stelle als Fotoreporter der
    Schwäbischen Zeitung in der Zentralredaktion in Leutkirch
    an, die er bis 1997 inne hat.
  • Als eine der ersten großen
    Foto-Reportagen erscheint 1964 seine Dokumentation des
    Mönchslebens in der Kartause Marienau.
  • Am 29. Dezember 1962 Heirat mit Marie-Luise Ertinger.
    Aus der Ehe gehen vier Kinder hervor: Markus, Joachim,
    Gabriele und Ursula.
  • Der Sport bleibt weiterhin ein wesentliches Thema seines
    fotografischen Schaffens: 1964 besucht er als Fotograf erstmals
    die Olympischen Spiele – die Winterspiele in Innsbruck.
  • Leser_biographie_web

  • Bis zu den Sommerspielen 1988 in Seoul war er bei insgesamt
    zwölf Olympischen Spielen als Fotograf präsent.
  • 1971 folgt die Berufung in die Deutsche Gesellschaft für
    Photographie (DGPh) „in Anerkennung seiner eigenschöpferischen
    Tätigkeit auf dem Gebiet der Sportphotographie“.
  • Für die 125-Jahr-Feier seines heimischen Turnvereins „erfindet“
    Rupert Leser 1972 gemeinsam mit seinen Turnfreunden
    den Turnerturm, der mit einer Berichterstattung in der FAZ
    auch überregionale Aufmerksamkeit erreicht. Angeregt zu
    dem Turnerturm wurde er durch Turnpyramiden, die er ím
    Strandbad Bad Waldsee beobachtete und dokumentierte.
  • 1973 und 1974 werden Fotos von Rupert Leser als „Sportbild
    des Jahres“ ausgezeichnet (Seite 108/109).
  • Von 1980–1999 ist Rupert Leser als Stadtrat in seiner
    Heimatgemeinde tätig und widmet sich in erster Linie der
    aktiven Stadtbildpflege. 1999 wird er für sein Engagement
    mit der Bürgermedaille der Stadt ausgezeichnet.
  • 1986 erhält er den Kulturpreis der Städte Ravensburg und
    Weingarten.

  • 1993 erscheint der Bildband Alltag in Oberschwaben.
    Chronik eines Bildberichters in der Provinz 1962–1993.
    Vier Jahre später folgt der Bildband Kontraste in Oberschwaben.
    Bilder und Geschichten.
  • Von 1999–2008 ist er Erster Vorstand im Museums- und
    Heimatverein in Bad Waldsee.
  • 2008 erwirbt das Haus der Geschichte in Stuttgart das
    Archiv von Rupert Leser.
  • Vom 10. Dezember 2010 – 11. Dezember 2011 wird die
    Ausstellung Von Bad Waldsee bis L.A., Rupert Leser, Fotoreporter.
    im Haus der Geschichte in Stuttgart gezeigt.
  • 2009 erhält Rupert Leser den Oberschwäbischen Kunstpreis
    des Zweckverbandes Oberschwäbische Elektrizitätswerke
    (OEW).
  • Foto: Leser – 2014 stellt Rupert Leser gemeinsam mit
    seinem Sohn Markus im Museum Bad Waldsee aus.